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Vorteile von Biomethan

Biomethan – schont die Ressourcen

Abfallprodukte aus der Landwirtschaft, wie zum Beispiel Pflanzenreste oder organische Stoffe, sind übers ganze Jahr verfügbar. In Biogasanlagen werden Sie direkt vor Ort verwertet, dann in einer Aufbereitungsanlage zu Biomethan aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist. Dadurch entfallen lange Transportwege. Von dem unkomplizierten Verfahren profitieren alle Seiten: Der Anlagenbetreiber, der das Biomethan gewinnbringend verkaufen kann, der Abnehmer, der mit Biomethan in seinem Energieportfolio auf ein verlässliches Produkt setzt und nicht zuletzt der Konsument, der einen ressourcenschonenden und vergleichsweise preiswerten Energieträger nutzt.

Biomethan unterstützt die regionale Wertschöpfung

Die Biomethan-Aufbereitung stärkt regionale Anbieter, insbesondere Landwirte, da sie direkt an der Vermarktung beteiligt sind. Auch andere Berufszweige profitieren von der regionalen Förderung von Bio-Energie: Für den Bau und die Instandhaltung der Biogasanlagen werden zum Beispiel Anlagenbauer, Ingenieure, Handwerker oder Techniker benötigt. Diese wiederum stammen häufig aus dem regionalen Umfeld des Anlagenbetriebs. Auch viele Gemeinden nutzen Biomethan als regenerative Energie für Bäder, den öffentlichen Nahverkehr oder die Energieversorgung kommunaler Liegenschaften.

Biomethan ist flexibel

Durch die Einspeisung ins Gasnetz und der Wetter unabhängigen Produktion bietet Biomethan unter den erneuerbaren Energien ein Höchstmaß an Flexibilität für seine Abnehmer. Ob für Strom- oder Wärmeerzeugung, als Bio-Kraftstoff oder für die stoffliche Nutzung in der chemischen Industrie – die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten von Biomethan ist groß.

Biomethan ermöglicht eine sichere Versorgung

Biomethan ist speicherbar und benötigt keinerlei Lagerkapazitäten. Durch die Möglichkeit der Einspeisung ins Erdgasnetz kann die Energie auch unabhängig vom Produktionsstandort genutzt werden. Für die Gewinnung spielt es keine Rolle, ob die Sonne scheint oder der Wind weht – so ist die Bereitstellung, unabhängig von Witterungsbedingungen, jederzeit garantiert. Damit sichert sich Biomethan ein deutliches Alleinstellungsmerkmal unter den erneuerbaren Energieträgern.

Biomethan macht unabhängig

In Deutschland gibt es circa 9.605 Biogasanlagen. Und der Markt wächst weiter. Eine begrüßenswerte Entwicklung. Denn: Je mehr „heimische Energie” produziert wird und je besser der Energie-Standort Deutschland gestärkt wird, desto mehr sinkt die Abhängigkeit von Importen. Der bundesweite Erdöl- und Erdgasbedarf werden aktuell aus dem Ausland – z. B. Nahen Osten, Norwegen oder USA in die Bundesrepublik eingeführt.

Das birgt Risiken und politische Machtverhältnisse, denn Beziehungen mit ausländischen Partnern ändern sich schneller denn je. Umso wichtiger ist es, dass sich erneuerbare Energien, die hierzulande gefördert werden, weiter etablieren. Und die Chancen dafür stehen gut. Noch nie haben Verbraucher*innen so viel Wert auf Energie-Unabhängigkeit gelegt, wie heute. Deutschland profitiert zudem von einem ausgezeichneten Erdgasnetz. Die Voraussetzungen für mehr Energie aus Bioenergie sehen gut aus. 

Biomethan kann Emissionen reduzieren

In Punkto Energiebilanz, stellt Biomethan andere Energieträger in den Schatten. Als Kraftstoff verwendet, kann Biomethan bis zu 97 % der Treibhausgas-Emissionen gesenkt werden. Moderne Biomethananlagen erzielen Emissionsfaktoren von weniger als 100 g CO2-Äquivalente pro kWh Biomethan. Zum Vergleich: Ein Braunkohle-Kraftwerk setzt 1.188 g CO2-Äquivalente pro kWh frei.

Biomethan ist wettbewerbsfähig

Bei der Betrachtung der Gesamtkosten im Vergleich zu alternativen erneuerbaren Energie-Wärmequellen hat sich Biomethan als äußerst wettbewerbsfähig erwiesen. Das Energieangebot aus Wasserkraft, Windenergie und Solarenergie unterliegt natürlichen Schwankungen. Diese können sich sowohl kurzfristig als auch saisonal auf den Ertrag auswirken. Da Biomethan, das aus Biogas gewonnen wird, konstant verfügbar ist, entstehen somit keinerlei Abhängigkeiten von äußeren Faktoren. 

Biomethan punktet in vielerlei Hinsicht, besonders im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien. Biomethan ist variabel einsetzbar und kann als Wärme-, Energie- oder Kraftstoff verwendet werden. Durch den weitgehend geschlossenen CO2-Kreislauf weist Biomethan zudem eine sehr gute CO2-Bilanz auf. Die Speichermöglichkeit von großen Mengen leistet weiterhin einen positiven Beitrag zur bedarfsgerechten Energieerzeugung.

Biomethan für mehr Sicherheit und bessere Planbarkeit von Erlösen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährt Betreibern von Blockheizkraftwerken (BHKW), die Gas aus dem Erdgasnetz entnehmen, eine Förderung für jede erzeugte kWh Strom in einem Zeitraum von 20 Jahren ab Inbetriebnahme. Einzige Voraussetzung: Der Betreiber muss nachweisen, dass pro Jahr jeweils mindestens so viel Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist, wie zur Stromerzeugung ausgespeist worden ist. Weitere wichtiger Punkt zur Fördergeldsicherung: Dass der gesamte Transportprozess des Biomethans, in einem Massenbilanzsystem lückenlos dokumentiert wurde.

Biomethan für mehr Sicherheit und bessere Planbarkeit von Erlösen

(Verbesserung des Primärenergiefaktors (PEF) / Energiesparverordnung (EnEV))
Die Energiesparverordnung (EnEV) soll „dazu beitragen, dass die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, insbesondere ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050, erreicht werden“. Um dieses Ziel zu verwirklichen, werden Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäudehüllen und an die Anlagentechnik bei Neubauten gestellt. Auch bei der Sanierung von Gebäuden kommt die EnEV zum Tragen. Ermittelt wird sie über den Primärenergiefaktor (PEF), der für die Berechnung des Primärenergiebedarfs eines Gebäudes notwendig ist.

Der Primärenergiebedarf fasst zusammen, wie hoch der Energiebedarf vom Punkt der Energiegewinnung bis hin zum Transport und dem erwarteten Verbrauch ist. Erneuerbare Energien, eine moderne Anlagentechnik und ein hoher Standard bei der Wärmedämmung werden bei der Betrachtung positiv berücksichtigt. Werden also statt fossiler Brennstoffe (z. B. Erdgas oder Erdöl) erneuerbare Energieträger, wie Biomethan, zur Energie- und Wärmegewinnung verwendet, erhält man “Pluspunkte” auf seinem “Primärenergiebedarfs-Konto”. 

Beispiel: Erfolgt die Wärmeversorgung eines Hauses mit Heizöl oder Erdgas, ergibt sich ein PEF von 1,1. Stammt die Wärme aus einem Blockheizkraftwerk, das mit Biomethan angetrieben wird, wird dies mit einem PEF von 0,0 belohnt. Seit dem 1. Januar 2009 ist zudem jeder Eigentümer eines Neubaus nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) dazu verpflichtet, seinen Energie- und Wärmebedarf über einen Anteil an Erneuerbaren Energien zu decken. Biomethan als umweltfreundliche Energieform entspricht damit vom Gesetzgeber geforderten Kriterien.