Erneuerbare Energie für die Industrie

CO₂-Emissionen reduzieren:
Biomethan für die industrielle Produktion.

Schon eine Beimischung von Biomethan kann CO2-Kosten spürbar reduzieren – bei einer Vollversorgung können sie im nationalen (BEHG) oder europäischen Emissionshandel (EU-ETS/nEHS) unter bestimmten Voraussetzungen sogar vollständig entfallen. So senken Sie Emissionen, sichern Ihre Energieversorgung und gewinnen Planbarkeit für die nächsten Jahre. Biomethan kann fossiles Erdgas 1:1 ersetzen und ist ein Hebel zur Dekarbonisierung für die Industrie, ohne dass Sie Eingriffe in Ihre Anlagen oder Prozesse vornehmen müssen.

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Schon eine Beimischung von Biomethan kann CO2-Kosten spürbar reduzieren – bei einer Vollversorgung können sie im nationalen (BEHG) oder europäischen Emissionshandel (EU-ETS/nEHS) unter bestimmten Voraussetzungen sogar vollständig entfallen. So senken Sie Emissionen, sichern Ihre Energieversorgung und gewinnen Planbarkeit für die nächsten Jahre. Biomethan kann fossiles Erdgas 1:1 ersetzen und ist ein zentraler Hebel zur Dekarbonisierung für die Industrie, ohne dass Sie Eingriffe in Ihre Anlagen oder Prozesse vornehmen müssen.

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Was EU-ETS-1, ETS-2 und BEHG für Industriebetriebe bedeuten

BEHG

Nationaler Emissionshandel
Der nationale Emissionshandel nach dem Brennstoffemissionshandels­gesetz (BEHG) betrifft Brennstoffe wie Erdgas oder Heizöl. Die CO2-Bepreisung setzt beim sogenannten Inverkehrbringern an: Unternehmen, die diese Brennstoffe in den Markt bringen, erwerben die erforderlichen Emissionszertifikate und rechnen die daraus entstehenden Kosten über den Energiepreis ab. Dadurch können sich die BEHG Kosten auch bei kleineren Standorten spürbar auswirken. Das BEHG wird in vielen Anwendungen vom EU-ETS-2 abgelöst, dem europäischen Emissionshandel für Brennstoffe. Quelle: DEHSt – Leitfaden nEHS 2023-2030

EU-ETS-2

Europäischer Emissionshandel für Brennstoffe

Das EU-ETS-2 weitet den europäischen Emissionshandel auf Brennstoffe für Gebäude, Verkehr und weitere Sektoren aus und löst in vielen Anwendungen den nationalen Emissionshandel nach dem BEHG ab. Für Unternehmen ändert sich damit die Preisbildung grundlegend: Statt eines gesetzlich festgelegten Festpreises entsteht der CO2-Preis am Markt. Die Anforderungen an Überwachungsplan und Berichterstattung regelt der Leitfaden der DEHSt zum Überwachungsplan im EU-ETS 2

EU-ETS-1

EU-Emissionshandel
Das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS-1) erfasst Betreiber energieintensiver Industrieanlagen. Für jede verursachte Tonne CO2 müssen Emissionszertifikate in Form von EUAs (European Union Allowances) abgegeben werden. Eine EUA berechtigt zum Ausstoß einer Tonne CO2. Biomethan kann unter bestimmten Voraussetzungen bei der Berechnung des CO2-Ausstoßes berücksichtigt werden. Dies erfolgt auf Grundlage entsprechender Nachhaltigkeitsnachweise aus dem staatlichen Nachhaltige-Biomasse-System (Nabisy), die dem Betreiber einer EU-ETS-1-pflichtigen Anlage bereitgestellt werden. Ein typisches Beispiel ist ein Chemiewerk mit Gasfeuerung: Ab einer Feuerungswärmeleistung von 20 MW unterliegt der Betrieb dem EU-ETS-1, wodurch unmittelbar Zertifikatskosten entstehen. Quelle: DEHSt – Leitfaden stationäre Anlagen 2021–2030

Wie Biomethan CO₂-Kosten reduzieren kann

Bei einer Beimischung sinkt der fossile Erdgasanteil und damit reduzieren sich die CO2-Kosten anteilig pro verbrauchter Kilowattstunde. Wird Ihr Energiebedarf vollständig mit Biomethan gedeckt, können die CO2-Kosten im nationalen (BEHG) oder europäischen Emissionshandel (EU-ETS/nEHS) unter bestimmten Voraussetzungen sogar komplett entfallen.

Erdgas 1:1 durch Biomethan ersetzen

Biomethan ist verbrennungstechnisch identisch mit fossilem Erdgas. Das bedeutet: In vielen industriellen Prozessen kann es 1:1 ersetzt werden, ohne dass Brenner, Kessel oder Leitungen verändert werden müssen.

Für den Betrieb ist das ein klarer Vorteil: Der Wechsel kann ohne technische Umrüstung erfolgen und lässt sich ohne Produktionsunterbrechung umsetzen.

Erdgas und Biomethan im direkten Vergleich:

Erdgas​

Biomethan​

Einsatzbereiche in der Industrie

Biomethan für Prozesswärme

Biomethan ersetzt Erdgas in Kesseln und Industrieöfen 1:1. Das reduziert CO2-Emissionen und senkt CO2-Kosten, während die Prozessstabilität auch bei temperaturkritischen Anwendungen erhalten bleibt.

Biomethan für KWK-Anlagen

Biomethan kann in bestehenden KWK-Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Der fossile CO2-Anteil sinkt, was je nach Anrechnung direkt Zertifikats- bzw. CO2-Kosten reduziert.

Biomethan in der chemischen Industrie

Biomethan passt gut für Anwendungen in der chemischen Industrie, bei denen eine sichere Versorgung und stabile Prozesse wichtig sind. Weil weniger fossiles Erdgas genutzt wird, sinken CO2-Kosten und die Nachhaltigkeitsbilanz des Unternehmens verbessert sich.

Biomethan für energieintensive Produktionsprozesse

In energieintensiven Prozessen wirkt Biomethan als schneller Hebel, weil es Erdgas im laufenden Betrieb ersetzt (Beimischung oder Vollversorgung). Das senkt den CO2-Ausstoß und reduziert CO2-Kosten. Allein die Papier- und Zellstoffindustrie verursacht in Deutschland rund 11,8 Mio. Tonnen fossil gebundenes CO2.

Biomethan für Gebäudewärme

Für Standort- und Gebäudewärme kann Biomethan über die bestehende Gasversorgung genutzt werden. Dadurch sinken CO2-Emissionen und CO2-Kosten – auch bei kleineren Verbrauchern.

Aus der Praxis

Für ein international tätiges Unternehmen der Hautpflegebranche haben wir gemeinsam mit unserem Schwesterunternehmen HANDEN die polnische Produktion vollständig auf Biomethan umgestellt – 19,8 GWh pro Jahr, ISCC-EU-zertifiziert, geliefert über eine Laufzeit von 2 Jahren. Es war die erste physische Belieferung eines Industriekunden mit Biomethan in Polen.

Transparente Nachweise für Energieherkunft
und Emissions­minderung

Beim Einsatz von Biomethan zählt neben der Versorgung vor allem die Nachweisführung. Unternehmen brauchen belastbare Unterlagen für ESG, Audits und interne Reportings. Dafür werden Herkunft und Erzeugung des Biomethans transparent dokumentiert, zum Beispiel ob es aus Reststoffen oder Energiepflanzen stammt und wie das Biomethan zertifiziert ist.

Da Biomethan in das Erdgasnetz eingespeist wird, erfolgt die Zuordnung in der Praxis über Massenbilanzierung und anerkannte Zertifikate oder Nachweissysteme. So lassen sich Herkunft, eingesetzte Mengen und relevante Emissionsdaten nachvollziehen. Gleichzeitig wird die Aufbereitung der Daten und Dokumente für ein reibungsloses Reporting gezielt unterstützen.

Diese Nachweise sind zugleich die Datengrundlage für die Bilanzierung nach dem Greenhouse Gas Protocol, dessen Regelung zu Biomethan-Nachweisen derzeit weiterentwickelt wird. Eine vollständige und nachweisbare Massenbilanz-Dokumentation schafft dafür eine belastbare Grundlage für Reporting, Audits und zukünftige Anforderungen.

Quelle: GHG Protocol – Interim Update zur Anrechnung von Biomethan-Zertifikaten (August 2023).

Warum bmp greengas der richtige Partner für Industrie­unternehmen ist

Als einer der führenden Biomethan-Händler verfügen wir über ein breit diversifiziertes Portfolio mit unterschiedlichen Biomethan-Qualitäten. Dadurch können wir jederzeit flexibel auf Produktionsschwankungen reagieren und liefern auch dann zuverlässig, wenn einzelne Anlagen aus technischen oder rohstoffbedingten Gründen ausfallen. So reduzieren wir für unsere Industriekunden das Ausfall und Beschaffungsrisiko erheblich – ein Risiko, das bei Direktbezug von Produzenten schnell zu Mehraufwand, Kosten oder kurzfristigen Ersatzbeschaffungen führen kann.

Unsere Lösungen richten sich immer nach den individuellen Anforderungen, Zielen und Rahmenbedingungen Ihres Unternehmens. Viele Industriekunden starten mit Biomethan, indem sie es für einzelne Produkte nutzen, erweitern später auf Beimischungsmodelle und entwickeln schließlich vollintegrierte Dekarbonisierungsstrategien. Mit unserem Portfolio und unserer Marktkenntnis ermöglichen wir eine langfristige, strategisch belastbare Ausrichtung.

Wir verbinden passende Beschaffungsmodelle mit regulatorischer Expertise zu EU-ETS-1, EU-ETS-2 und BEHG, damit CO2-Kosten und Anrechnungseffekte präzise planbar sind. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei Zertifikaten und Herkunftsnachweisen, bei Dokumentation und Reporting sowie beratend bei steuerrechtlicher Abwicklung und SWAP-Geschäften (bilanzielle Produktumstellungen innerhalb der Lieferkette). So stellen wir sicher, dass Ihre Dekarbonisierungsstrategie sowohl anerkannt als auch operativ belastbar umgesetzt werden kann.

Wie Biomethan in Scope 1, 2 und 3 bilanziert wird

Was hinter dem CO₂-Wert 0 steckt und welche Nachweise dafür gelten.

FAQs

Biomethan kann sehr gut in besonders energieintensiven Branchen eingesetzt werden, die aktuell noch Erdgas für Prozesswärme, Dampf, Öfen oder KWK nutzen. Typische Einsatzfelder sind Glas-, Lebensmittel-, Pharma-, Automobil-, Papier-, Stahl- und Chemieindustrie – also überall dort, wo Erdgas heute ein zentraler Energieträger ist.

Das hängt vor allem von Menge, Vertragsmodell (Beimischung oder Vollversorgung) und der gewünschten Nachweisführung bzw. Zertifizierung ab. In vielen Fällen ist ein Start kurzfristig nach einem Check der aktuellen Erdgasversorgung, des Verbrauchs und der Zielsetzung möglich.

Bei der Beimischung bleibt Ihre Versorgung wie gewohnt über das Gasnetz bestehen. Vertraglich wird ein definierter Anteil als Biomethan zugeordnet – z. B. 80 % Erdgas über Ihren Energieversorger und 20 % Biomethan über uns. Dadurch sinken CO₂-Emissionen und CO₂-Kosten anteilig, ohne dass Sie Ihre Anlage umbauen müssen.

CO₂-Kosten fallen vor allem beim fossilen Anteil des Gasverbrauchs an. Mit anrechenbarem, zertifiziertem Biomethan können sie anteilig sinken (Beimischung) oder weitgehend entfallen (Vollversorgung) – je nach geltendem Regelwerk (EU-ETS oder BEHG) und Einhalt der entsprechenden Nachweisvorgaben erfüllt und massenbilanziell geliefert wird. Welche Anforderungen über die Nachweise belegt werden müssen, regelt der DEHSt-Leitfaden zum nationalen Emissionshandel 2023–2030 und für den europäischen der Leitfaden für stationäre Anlagen 2021-2030.

Typisch sind Herkunfts- sowie Nachhaltigkeitsnachweise und eine klare Mengendokumentation (z. B. Massenbilanz). Welche Unterlagen genau notwendig sind, hängt vom Anwendungsfall (EU-ETS/BEHG, Audit, ESG) ab.

Über Zertifikate und Massenbilanzierung wird Herkunft, Einsatzstoff-Basis (z. B. Reststoffe) und Mengen-Zuordnung nachvollziehbar dokumentiert. So ist die Nutzung prüfbar für Reporting und Audits.

Scope 1 betrifft direkte Emissionen aus der Verbrennung in Ihren Anlagen. Ersetzen Sie Erdgas durch Biomethan, kann sich der ausgewiesene fossile Emissionsanteil entsprechend reduzieren.

Biomethan ist nicht gleich Biomethan: Je nach eingesetzten Rohstoffen, Zertifizierungen, THG‑Minderungswerten, Herkunft und weiteren Kriterien unterscheiden sich verschiedene Biomethan‑Qualitäten. Diese Merkmale bestimmen, für welche Anwendungen das jeweilige Biomethan geeignet ist.
Welche Biomethan‑Qualität die richtige ist, hängt maßgeblich vom konkreten Einsatzzweck ab – etwa von regulatorischen Anforderungen oder Nachhaltigkeitszielen.

Entdecken Sie weitere Einsatzbereiche von Biomethan

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Rechtsgrundlagen und Leitlinien Stand: September 2026

Diese Übersicht dient der Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Prüfungsberatung. Die konkrete Anrechenbarkeit von Biomethan ist im Einzelfall mit der zuständigen Behörde und dem Auditor abzustimmen.

Gerne beraten wir Sie zu Biomethan-Qualitäten, Nachweisführung und passenden Anwendungsbereichen. Gemeinsam prüfen wir die Anforderungen Ihres Projekts, ordnen die regulatorischen Rahmenbedingungen ein und bereiten die Unterlagen so auf, dass Auditoren und Behörden die Anrechenbarkeit nach den geltenden Vorschriften bewerten können.

Kontakt

„Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!“ – Ihr Sales-Team

Die über die als Pflichtfeld gekennzeichneten personenbezogenen Daten verarbeiten wir – die bmp greengas GmbH – zum Zwecke der Beantwortung Ihrer Anfrage. Rechtsgrundlage ist insoweit Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO. Weitere Informationen zu unserem Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten, insbesondere zu Ihren Rechten als betroffene Person und Ihrem Beschwerderecht bei der zuständigen Datenschutzbehörde und unsere Kontaktdaten finden Sie in unseren Datenschutzinformationen.